Prefettura degli Affari Economici

Aktivitäten

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Aufgaben

Die Präfektur für Wirtschaftliche Angelegenheiten des Heiligen Stuhls ist das institutionelle Organ, das für die wirtschaftliche Planung und die Erstellung von Wirtschaftsrechnungen zuständig ist. Zu den weiteren Aufgaben gehört die Aufsicht und Kontrolle der Verwaltungen, die vom Heiligen Stuhl abhängen bzw. zu ihm gehören, unabhängig von der Autonomie, die sie genießen mögen (Pastor Bonus, Art. 176).

Sie übt ihre Funktionen vor allem durch die nachfolgend aufgeführten Aktivitäten aus:

A.    Untersuchung der jeweiligen Haushaltsvorschau bzw. der Schlußbilanz der Verwaltungen, auf die sich der Art. 176 von Pastor Bonus bezieht.

B.     Revision, Redaktion und Ausarbeitung der konsolidierten Haushaltsbilanz des Heiligen Stuhls; Prüfung und Revision der Haushaltsbilanz des Governatorats des Vatikanstaats, je nach den einzelnen Aktivitäten in Sektoren gegliedert.

C.     Konsultationen und Urteile, vor allem zu außerordentliche Verwaltungsakte und Veräußerungen oder vergleichbare Akte.

D.    Besuche und Inspektion bei einzelnen Verwaltungen.

Aktivitäten

2011 hat die Präfektur ihre übliche Arbeit der Wirtschaftsprüfung bei den Organismen durchgeführt, die in den Bereich der konsolidierten Haushaltsbilanz des Heiligen Stuhls fallen (Vermögensverwaltung des Apostolischen Stuhls APSA, Ordentliche und Außerordentliche Abteilung; Kongregation für die Evangelisierung der Völker; Radio Vatikan RV; Vatikandruckerei – Verlag Osservatore Romano; Vatikanische Verlagsbuchhandlung LEV; Vatikanisches Fernsehzentrum CTV; Apostolische Kammer), sowie beim Governatorat des Vatikanstaats SCV.

Sie hat also für das Geschäftsjahr 2010 jeweils die konsolidierte Schlußbilanz des Heiligen Stuhls und die Schlußbilanz des Governatorats des Vatikanstaats SCV erstellt. Die entsprechenden Dokumente wurde von einer auswärtigen Revisionsgesellschaft zertifiziert, welche einen Revisionsbericht ohne Ausnahmen vorgelegt hat (clear opinion). Die sich daraus ergebende Dokumentation wurde anschließend von den Internationalen Revisoren der Präfektur überprüft (14. Juni) und ein weiteres Mal vom „Kardinalsrat für die Untersuchung der organisatorischen und wirtschaftlichen Probleme des Heiligen Stuhls“, in einer Sitzung am 30. Juni und am 1. Juli.

Im September hat die Präfektur die Zusammenfassung der konsolidierten Haushaltsbilanz des Heiligen Stuhls für das Geschäftsjahr 2010 den Apostolischen Nuntien, den Bischofskonferenzen, den Generalmoderatoren der Institute für das geweihte Leben und der Gesellschaften apostolischen Lebens, die päpstlichen Rechts sind, zukommen lassen.

Im Herbst wurden die konsolidierte Haushaltsvorschau des Heiligen Stuhls sowie die Haushaltsvorschau des Governatorats des Vatikanstaats SCV für 2012 erstellt. Beide Vorschau-Dokumente wurden von den Internationalen Revisoren am 14. Dezember 2011 untersucht, von der Vollversammlung der Präfektur am 11. Januar 2012 gebilligt und dann ebenfalls, am 14. Und 15. Februar 2012, vom „Kardinalsrat für die Untersuchung der organisatorischen und wirtschaftlichen Probleme des Heiligen Stuhls“ approbiert.

Im Laufe des Herbstes sind wie üblich die Schlußbilanzen der Einrichtungen, die vom Heiligen Stuhl abhängen oder zu diesem gehören, für das Geschäftsjahr 2010 geprüft worden. Die entsprechenden Dokumente wurden dann dem Staatssekretariat übermittelt, begleitet von einer „Dienstlichen Note“, die das Urteil der Präfektur aufführte sowie alle technischen Details, die dazu geeignet waren, die Ursachen für das ausgedrückte Urteil zu erklären.

Dieselbe Aktivität ist auch für die Haushaltsvorschauen für das Geschäftsjahr 2012 durchgeführt worden.

Die Präfektur hat darüber hinaus in Einzelfällen beratende Dienste geleistet, wenn es um Fragen der finanziellen, Immobilien- und rechtlichen Handhabung ging, und dabei auch ihre Ansichten und Vorschläge ausgedrückt.

Zusammensetzung

Am 21. September hat der Heilige Vater den aus Altersgründen angebotenen Verzicht S.E. Kard. Velasio DE PAOLIS auf sein Amt als Präsident der Präfektur für Wirtschaftliche Angelegenheiten des Heiligen Stuhls angenommen und den bisherigen Bischof von Alessandria, Seine Exzellenz Mons. Giuseppe VERSALDI, zum neuen Präsidenten ernannt, wobei dieser noch für einige Monate die Aufgabe des Apostolischen Administrators des obengenannten Bistums innehatte.

Am selben Tag ist angesichts der Tatsache, dass die Aufgabe des Sekretärs seit einiger Zeit vakant war, Rev. Lucio Ángel VALLEJO BALDA vom Klerus des spanischen Bistums Astorga, wo er über zwanzig Jahre lang Diözesanökonom gewesen war, zum neuen Sekretär ernannt worden.

Die neuen Vorgesetzten haben mit ihrem Dienst am 5. Oktober begonnen.

Am 8. November hat die Präfektur freudig S.E. Kard. Tarcisio Bertone begrüßt, welcher dem neuen Sekretär die Ernennung zum Ehrenprälaten Seiner Heiligkeit überbracht hat.

Am 30. Juni hat der Heilige Vater den Malteser Dott. Joseph F. X. Zahra zum Internationalen Revisor ad triennium ernannt.

Am 12. Juli hat der Heilige Vater Konsultoren ad quinquennium ernannt: Fabio Marenda. Pasquale D'Agostino, Gianluca Piredda und Maria Rita Sanguigni. Am selben Tag ging ein Dankschreiben für den geleisteten Dienst an die Konsultoren, deren Mandat aus Altersgründen oder wegen Erreichung der Mandatsgrenze erloschen war: Seine Exzellenz Mons. Franco Croci, Ex-Sekretär der Präfektur, sowie Francesco Silvano, Pier Giuseppe Magnani, Giampietro Nattino, Ettore Quadrani, Edoardo Boitani, Pietro Fatello, Giovambattista Santucci und Walter M. Bonino.

Am 25. November hat der Heilige Vater als Konsultoren bestätigt: Dott. Antonio M. Chiminello für weitere fünf Jahre, und Dott. Ivan Ruggiero, den früheren Leitenden Wirtschaftsprüfer dieser Präfektur, bis zur Vollendung des 80. Lebensjahres.

Neue Statuten

Im Lauf des Jahres 2011 ist die Arbeit an der Redaktion und der Revision des neuen Regelwerks der Präfektur beendet worden.

Die früheren Statuten gingen auf das Jahr 1999 zurück und bedurften einiger Anpassungen, und zwar sowohl wegen der veränderten sozio-ökonomischen Gegebenheiten als auch aus dem Wunsch heraus, in der Arbeit immer besser dem Anspruch von Geist und Buchstaben der geltenden Regeln gerecht zu werden.

Gleich nach seiner Approbierung wird das neue Regelwerk allen Verwaltungen ‘sub umbra Petri’ zugehen, damit sie Einsicht darin nehmen und evtl. auch nützliche Anregungen für die Erfüllung der ihnen zukommenden Verwaltungsaufgaben daraus beziehen können.